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Substanz Formen Szenenamen  Konsumform Wirkung

kurzzeitige Nebenwirkungen Nebenwirkungen

Rechtslage Erkennungsmerkmale Hilfe im Notfall

         
 


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Substanz


LSD (Lysergsäurediethylamid) ist eine farb- und geruchslose Lösung, die auf ein Trägermaterial aufgetragen wird. Sie enthalten zwischen ca. 50 und 250 mcg LSD pro Einheit (1 mcg = 1 Microgramm = 1 Millionenstel Gramm), wobei ,Micros' (LSD auf Filzknöpfchen) in aller Regel deutlich höher dosiert sind als ,Pappen' (LSD auf Papier).
Die Wirkdauer beträgt abhängig von der Dosis zwischen ca. 6 und 14 Stunden. Die Schwellendosis liegt bei ca. 25-50 mcg, eine ,psychedelische' Dosis fängt bei ca. 100-150 mcg an.
Der menschliche Organismus bildet sehr schnell eine Toleranz gegenüber LSD aus, d.h., dass eine wiederholte Einnahme von LSD weniger wirkungsvoll bis wirkungslos ist. Diese Toleranz (Gewöhnung) bildet sich allerdings auch wieder zurück (ca. 1-4 Wochen).

Formen


Als Handelsform sind die mit LSD beträufelten Trägerstoffe zu finden, oftmals in Form von winzigen bedrucktem Löschpapier. Seltener sind " Mircros", welche aus winzigen Filzknöpfen oder Gelatine bestehen. LSD kann aber auch in Tabletten oder Kapselform konsumiert werden. "Micros" sind meist sehr hoch dosiert.

Szenenamen


Trip, Pappen, Tickets, Micros, Acid, Hofmänner


Konsumformen
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LSD wird oral aufgenommen, über den Speichel, die Schleimhäute.

Wirkung
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Das LSD wird über die Mund- bzw. Magenschleimhaut aufgenommen, die Wirkung beginnt ca. ½ - 1 ½ Stunden nach der Einnahme. Körperlich zeigt sie sich in erweiterten Pupillen, Mundtrockenheit, event. Herzklopfen und einem verändertem Körpergefühl (von vielen Konsumenten als ,leicht schwebend' beschrieben). Vorübergehend kann Übelkeit auftreten, seltener ist Erbrechen.
Auf der psychischen / mentalen Ebene ist ein breites Spektrum von verändertem sinnlichen Erleben beschrieben worden, welches hier nur skizziert wiedergegeben werden kann: Oft wird die Wirkung von LSD als eine Reise (ein ,Trip') in eine ,andere' Welt beschrieben. Veränderte Wahrnehmung von Zeit und Raum, veränderte Wahrnehmung der Umgebung - alles scheint auf gesteigerte Weise ,belebt'.
Verschmelzungsgefühle sind möglich, ebenso lebhafte Visionen und Pseudohalluzinationen. Das gesamte Erleben geht häufig mit einer intensiven Empfindung von Klarheit einher.
Generell gilt: Die Wirkung von LSD hängt nicht nur von der Höhe der Dosis ab, sondern - wie bei allen anderen psychedelischen Drogen auch - von den vorhandenen Erfahrungen und Erwartungen des Konsumenten, sowie der äußeren Umgebung, in der das Lsd konsumiert wird.


Kurzzeitige Nebenwirkungen


Eine Gefahr besteht in der akut eingeschränkten ,Alltagstauglichkeit' unter LSD. Mit Hinblick auf die veränderte Wahrnehmung sollte die aktive Teilnahme am Straßenverkehr ein Tabu sein.
Ein weiteres Risiko besteht in der Möglichkeit, dass Konsumenten Schwierigkeiten mit dem veränderten Erleben unter LSD bekommen, was zu unangenehmen Angstreaktionen führen kann (Horrortrip; von wenigen Minuten bis Stunden).
Allgemein kann man sagen, dass in einer zufriedenen Verfassung die LSD-Wirkung eher genussvoll sein wird, als in einer ängstlichen / deprimierten Grundstimmung. Darüber hinaus können durch LSD-Gebrauch nicht realisierte Ängste ins Bewusstsein gelangen

Längerfristige Nebenwirkungen


Körperliche Schäden, v.a. Gehirnschäden durch den Gebrauch von LSD, sind nicht bekannt.
Ernsthafte psychische / mentale Auswirkungen gehen in aller Regel auf einen exzessiven Gebrauch zurück. Allerdings kann der Konsum von LSD bereits vorhandene psychische Probleme verstärken!


Rechtslage


Handel, Erwerb und Herstellung von LSD ist laut BtmG in Deutschland verboten. Nach
§ 31 a BtmG kann jedoch der Staatsanwalt beim Besitz von "geringen Mengen" für den Eigenverbrauch das Verfahren einstellen. Der Begriff der "geringen Menge" ist bundesweit nicht einheitlich geregelt. Bei strafrechtlicher Verfolgung reicht das Strafmaß von Geldstrafen bis zu Freiheitsstrafen, je nach Ermessen des Richters und der Deliktschärfe. Das Führen eines Fahrzeuges unter Einfluss von illegalen Drogen ist grundsätzlich verboten. Bei Verstößen kommt es zu Geldstrafen und dem Führerscheinverlust.

Mögliche Erkennungsmerkmale bei Konsum
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Beschleunigte Atmung, höhere Herzfrequenz, Erweiterung der Pupillen (unverkennbar), Verhalten ängstlich, abweisend, "künstlich". (diese Symptome können jedoch auch andere Ursachen haben z.B. bei Medikamenteneinnahme.


 
Hilfe im Notfall
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Bringe die Person an einen ruhigen geschützten Ort. Bei Kreislaufproblemen: Beine hoch legen, Vitamin C-haltige Getränke verabreichen, frische Luft.
Bei angstvollen, verunsicherten Zuständen: wirke beruhigend auf die Person ein, vielleicht ist Körperkontakt hilfreich.


Jugend(Sucht)Beratung Nassauer Str. 33 59065 Hamm 02381-307 50 20 jsb@akj-hamm.de