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Substanz Formen Szenenamen  Konsumform Wirkung

kurzzeitige Nebenwirkungen Nebenwirkungen

Rechtslage Erkennungsmerkmale Hilfe im Notfall

         
 


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Substanz


Kokain ist eine halbsynthetische Substanz in Form eines kristallinen, weißen Pulvers, das mit Hilfe chemischer Verfahren aus den Blättern des Cocastrauches (Heimat: Südamerika) gewonnen wird.
Kokain gehört wie Amphetamin (Speed) zur Gruppe der Stimulantien ("Wachmacher"), hat jedoch eine deutlich kürzere Wirkdauer (ca. 1-2 Stunden).
Bedingt durch die Illegalität, unterliegt der tatsächliche Wirkstoffgehalt starken Schwankungen (zwischen ca. 20-80%).

Formen


Das aus der Kokapflanze gewonnene Salz wird mit verschiedenen Stoffen (meist mit Amphetaminen und Zucker) versetzt und als weißes, flockiges und geruchloses Pulver verkauft.

Szenenamen


Schnee, Koka, Charly, Koks, Coke, Weißes, Flakes, Star, Dust, Rocks

Konsumformen
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Die Konsumformen von Kokain sind sniefen, schlucken und injizieren. Das Rauchen von Kokain ist eine extrem teure Variante, da die benötigte Menge eine große ist.

Wirkung
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Die Wirkung setzt ca. 1-5 Min. nach der Einnahme (beim Sniefen)  ein und kann grob in zwei Phasen eingeteilt werden.

1. Phase: ca. 30-60 Min. ist gekennzeichnet durch Euphorie, dem Erleben einer persönlichen körperlichen und geistigen ,Hochform', gesteigertem Selbstvertrauen. Hunger und Müdigkeit werden unterdrückt. Kontakt- und Redebedürfnis sind verstärkt.

2. Phase: ca. 1- 1,5 Std. Diese Phase ist eine Gegenreaktion auf das vorhergehende ,Hoch' und gehört so mittelbar auch zur Wirkung von Kokain. Sie ist gekennzeichnet durch Zustände innerer Unruhe, Reizbarkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit und Gefühle der Sinnentleerung.
Diese Phase versuchen einige Konsumenten durch ,Nachlegen' auszugleichen. Das kann der Beginn eines Kreislaufs von Einnahme, erwünschter Wirkung, Gegenreaktion und erneuter Einnahme sein.

Kurzzeitige Nebenwirkungen


Vor allem bei wiederholtem Konsum hoher Dosen über mehrere Stunden hinweg besteht die Gefahr von Kreislaufkollaps und Tod durch Herzstillstand.  Gleichzeitiger Konsum von Tabak und Alkohol erhöhen dieses Risiko noch einmal zusätzlich. In der Gegenreaktion (2. Phase)  können Angst und paranoide Anfälle auftreten.

Längerfristige Nebenwirkungen


Das Risiko ernsthafter körperlicher Schäden und psychischer/mentaler Probleme steigt mit einer Veränderung des Konsummusters: Bei längeranhaltendem, regelmäßigem Konsum kann es zu Persönlichkeitsveränderungen kommen. Die Konsumenten werden von Außenstehenden dann oft als rastlos, leicht reizbar, mit einem Hang zu Aggressionen und als arrogant und egoistisch wahrgenommen

Es kann zu einer Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und zu einer Unterschätzung von Gefahrensituationen kommen (z.B. im Straßenverkehr).
Darüber hinaus kann es durch die Unterdrückung des Hungergefühls zu Mangelernährung und Gewichtsverlust kommen. Auf Dauer werden die Nasen-schleimhäute geschädigt.
Die größte Gefahr besteht in der Entwicklung einer psychischen  Abhängigkeit, die zu einem häufigem Gebrauch von Kokain führt, welcher wiederum die gerade genannten Probleme mit sich bringen kann.

Ein zusätzliches Risiko ist durch die Beimengungen von Streckmitteln gegeben, v.a. durch Lidocain, ein lokal wirksames Betäubungsmittel (also in dieser Wirkung ähnlich wie Kokain) welches in hohen Dosen zu Atemlähmung und damit zum Tode führen kann.


Rechtslage


Handel, Erwerb und Herstellung von Kokain ist laut BtmG in Deutschland verboten. Nach § 31 a BtmG kann jedoch der Staatsanwalt beim Besitz von "geringen Mengen" für den Eigenverbrauch das Verfahren einstellen. Der Begriff der "geringen Menge" ist bundesweit nicht einheitlich geregelt. Bei strafrechtlicher Verfolgung reicht das Strafmaß von Geldstrafen bis zu Freiheitsstrafen, je nach Ermessen des Richters und der Deliktschärfe. Das Führen eines Fahrzeuges unter Einfluss von illegalen Drogen ist grundsätzlich verboten. Bei Verstößen kommt es zu Geldstrafen und dem Führerscheinverlust.

Mögliche Erkennungsmerkmale bei Konsum
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Vergrößerte Pupillen, schwitzige Hände, verändertes Verhalten (von sehr distanziert bis übermäßig nervös). (diese Symptome können jedoch auch andere Ursachen haben z.B. bei Medikamenteneinnahme)

Hilfe im Notfall
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Gegen eine akute Überdosierung ist kein Gegenmittel bekannt!
Leidet die Person unter Ängsten und innerer Unruhe, so beruhigend auf sie einwirken. Notarzt rufen.

Jugend(Sucht)Beratung Nassauer Str. 33 59065 Hamm 02381-307 50 20 jsb@akj-hamm.de